Borreliose und FSME

Um sich vor den durch Zecken übertragenen Krankheiten FSME und Borreliose zu schützen, sollte man Zeckenbisse möglichst meiden. Nicht immer ist das möglich, wer aber einige Regeln beachtet, kann das Risiko auf jeden Fall verringern.


Schutz vor Borreliose

Derzeit ist in Europa im Gegensatz zur USA noch keine Impfung gegen die Borreliose zugelassen, Forscher arbeiten jedoch an der Entwicklung eines Impfserums. Die wichtigste Präventionsmöglichkeit ist deshalb die Vermeidung des Zeckenbisses bzw. das frühzeitige Entdecken und Entfernen des Parasiten, denn offensichtlich steigt das Infektionsrisiko mit der Dauer des Saugaktes an. Eine vorbeugende Antibiotikatherapie nach alleinigem Zeckenbiss ohne Krankheitszeichen wird von den meisten Experten abgelehnt. Allerdings ist es möglich, die entfernte Zecke auf Borrelien testen zu lassen. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.

Schutz vor FSME

Aktive Impfung
Den besten Schutz vor einer FSME-Infektion bietet die Impfung. Seit kurzem ist auch ein Impfstoff auf dem Markt der für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr eingesetzt werden kann. In der Regel sind drei Impfungen notwendig, um den vollen Impfschutz zu erreichen. Die zweite Impfung wird etwa 4 Wochen nach der ersten, die dritte Impfung ein Jahr nach der ersten Impfung durchgeführt. Der Impfschutz hält dann mindestens für 3 Jahre. Nach vollständig durchgeführter Impfung kann bei 99 Prozent der Geimpften mit einem vollständigen Schutz vor FSME gerechnet werden. Bereits nach zwei Impfungen besteht bei 90 Prozent ein Schutz, der allerdings nur etwa ein Jahr anhält. Als mögliche Nebenwirkungen der Impfung können auftreten:

Passive Immunisierung
Der Krankheitsausbruch kann bei Ungeimpften, die in einem Endemiegebiet von einer Zecke gebissen wurden, durch Gabe eines Antikörperpräparates (FSME-Hyperimmunglobulin) in etwa 60 % der Fälle verhindert werden. Dieses Präparat muss spätestens 96 Stunden nach dem Biss verabreicht werden, danach ist kein Schutz mehr zu erwarten. Für Kinder unter 14 Jahren ist das Präparat nicht mehr zugelassen. In einigen Fällen sind bei Kindern, die nach einem Zeckenbiss die Immunglobuline erhielten, schwere Krankheitsverläufe mit bleibenden Schäden aufgetreten. Die passive Immunisierung sollte nicht zeitgleich mit einer Impfung durchgeführt werden. Untersuchungen zeigen, das dadurch wahrscheinlich der Impferfolg abgeschwächt wird. Quelle: www.dak.de)